Tannengirlanden | Tannengirlande
Tannengirlanden als Dekorationsidee zu Weihnachten
Bei dem Begriff "Tannengirlanden" denkt man unwillkürlich an Weihnachten. Zugegeben, das ist natürlich auch das Fest, an dem Tannengirlanden ihren Großeinsatz haben. Ob eine stimmungsvolle Dekoration fürs Geschäft gesucht wird oder ob die eigenen vier Wände weihnachtliche Atmosphäre ausstrahlen sollen – Tannengirlanden werden immer mit zur ersten Wahl zählen. Tatsächlich lassen sie sich aber auch bei vielen anderen Anlässen rund ums Jahr gut in Szene setzen und sorgen dafür, dass große Arrangements den richtigen Rahmen bekommen. Ob es sich ums Osterfest oder einen runden Hochzeitstag handelt, ob ein Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet wird oder die älteste Tochter das Abitur geschafft hat – eine schön geschmückte Tannengirlande rund um die Haustür oder den Eingang zum Festsaal signalisiert, dass es etwas zu feiern gibt und dass Gäste willkommen sind.
Dass Tannengirlanden Festtagsatmosphäre verbreiten, das besitzt im Abendland eine lange Tradition. Schon bei den Hellenen im klassischen Griechenland wurde das Haus an Festtagen mit Zweigen geschmückt und die Römer hielten es in ihren prachtvollen Villen überall im Reich nicht anders. Freilich,
Weihnachtsgirlanden waren es nicht, die die Dame des Hauses dort von den Sklaven anbringen ließ; die grüne Dekoration stammte seinerzeit vielmehr von Palmen und von Ölbäumen. Wenn sich die Pflanzen, die benutzt wurden, auch im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende gewandelt haben, der eigentliche Brauch hat sich bis heute erhalten.
Zwischendurch hat sich allerdings die Bezeichnung für unsere Tannengirlanden verändert. Der Name "Girlande" hat sich erst vor etwa 500 Jahren eingebürgert – recht spät für einen Gegenstand, der mindestens 2000 Jahre alt ist. Namensgeber war der florentinische Maler Domenico di Tommaso Curradi di Doffo Bigordi, der als Domenico Ghirlandaio in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Dieser Renaissance-Meister, der unter anderem Schüler vom Kaliber eines Michelangelos in seinem Atelier unterrichtete, malte viele religiöse Motive dar, die er aber gern in einem zeitgenössischen Rahmen präsentierte. Die Nachwelt weiß deshalb, wie es bei reichen Florentinern in der Renaissance zuhause ausgesehen hat – und dass sie Girlanden als Wandschmuck über alles geschätzt haben.
Heute kommt es nur noch sehr selten vor, dass für eine Tannengirlande echte Tanne benutzt wird. An ihre Stelle ist die künstliche Tanne getreten, wie sie bei Eurogreens mit großem Erfolg verkauft wird. Diese schwer entflammbaren Girlanden können mit ihrer unverwüstlichen Schönheit bei richtiger Pflege und Aufbewahrung zuverlässige Begleiter durch ein ganzes Leben voller großer und kleiner Festanlässe sein. Sie sind zudem die ideale Basis für immer neue Dekorationsideen.
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